Ihr Lieben!
In letzter Zeit geht der Trend zur Community. Jeder, der nur irgendwie um Anerkennung sucht, nennt eine Community sein eigen. Sie werden an jeder Ecke des Netzes aus dem Boden gestampft, bar jeden Inhalts, nicht selten mit unendlich speziellen Umschreibungen wie "Fun-Community" oder "Community für alle". Sich selbst zum Webmaster schlagen bedeutet mittlerweile für viele, einfach eine Community zu gründen und damit zum Guru zu avancieren, die Bezeichnung
meine Community wird Synonym für
meine Groupies oder gar
meine Bewunderer. Am erschreckendsten finde ich, wenn sich angehende Webmaster nicht einmal die Mühe machen, nach sinnvollem Inhalt zu suchen, sondern einfach nur ein fertiges Community-Skript aus dem Netz fingern, sich möglicherweise mangels Kenntnis durch Dritte installieren lassen und mit ihrem halbwegs funktionierenden Skript dann darauf warten, dass die zukünftigen Besucher (Groupies, Bewunderer oder wie auch immer) sich schon was einfallen lassen. Geworben wird dann nichteinmal mit "Leeres Haus, bitte einrichten!", sondern mit "Hier findest Du die größte Community für Fun und alles, was sonst noch Spass macht.".
Meiner Meinung nach bildet sich eine Community erst um einen vorhandenen und guten Inhalt, ebenso wie eine Gesprächsgruppe sich erst dann bildet, wenn es tatsächlich etwas zu diskutieren gibt. Eine Community kann man nicht mal eben ins Leben rufen, sondern nur durch aktiven Inhalt entstehen und wachsen lassen. Was tatsächlich für Arbeit, Enthusiasmus und Eifer hinter einen gewachsenen Community steckt, weiss von den aus den Boden gestampften, selbsternannten Möchtegern-Community-Betreibern meines Erachtens keiner.
T'schuldigung, wenn dieser Beitrag vielleicht provozierend war. Aber ich musste mir mal Luft machen. Persönlich angreifen wollte ich jedenfalls niemanden.
Liebe Grüsse
Mondschatten
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Schwarz kann auch glänzen.