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Durchschnittliches Netto Einkommen Deutschland

Rieke
Foren-Team


Beiträge: 1503


Hi,

grade gefunden:

[Deutschland Ranking
(Christoph) Das Statistische Bundesamt hat ermittelt, wo die Deutschen mit den höchsten und den niedrigsten Einkünften leben.

Wie das Statistische Bundesamt bekannt gab, leben derzeit die Menschen mit dem durchschnittlich höchsten Monatseinkommen in Bremen. Schlusslicht ist Mecklenburg Vorpommern - dort liegt der Schnitt des jährlichen Netto-Einkommens bei 12 886 Euro im Jahr.

Hier findet Ihr die gesamte Auflistung:


1. Platz: Bremen
18 649 Euro

2. Platz: Hamburg
17 723 Euro

3. Platz: Baden-Württemberg
16 925 Euro

4. Platz: Nordrhein-Westfalen
16 893 Euro

5. Platz: Bayern
16 546 Euro

6. Platz: Hessen
15 749 Euro

7. Platz: Rheinland-Pfalz
15 558 Euro

8. Platz: Schleswig-Holstein
15 545 Euro

9. Platz: Niedersachsen:
15 532 Euro

10. Platz: Saarland
15 254 Euro

11. Platz: Berlin
14 505 Euro

12. Platz: Brandenburg
13 503 Euro

13. Platz: Sachsen
13 472 Euro

14. Platz: Thüringen
13 393 Euro

15. Platz: Sachsen-Anhalt
13 164 Euro

16. Platz: Mecklenburg-Vorpommern
12 886 Euro ]
Quelle: http://www1.giga.de/stories_u4/0,3204,36500,00.html

Kann es sein das einige wenige da den Schnitt gewaltig anheben ?
Oder kenne ich zu viele Leute die einfach schlecht verdienen ?

Wenn ich die Gehälter von normalen "Malochern" da gegen halte (Verkäufer, Tankwart, Büroangestellte, Sprechstundenhilfe ect ) dann haben die hier in NRW mit sicherheit keinen Durchschnitt von 1407 Euro/2751 DM NETTO im Monat... und dann noch die vielen ungelernten Aushilfskräfte.. dann müssen die wnigen Besserverdiener aber ganz schön heftig viel verdienen....ist ja einfach Krass.. dabei dachte ich immer Deutschland geht es schlecht...

Greets
Rieke


---
Blumenbeet

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RitterAntiVirus
Mausakrobat


Beiträge: 191


Glaube nur der Statistik die Du auch selber angefertigt hast...

---
Ich bin ein Signaturvirus. Bitte kopier mich, damit ich mich verbreite.

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axedon
Foren-Team


Beiträge: 1599


RAV meinte wohl in sowjetischer Tradition "gefälscht" statt "angefertigt" oder?
Also mir wird da zuvieles über einen Kamm geschert.


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soeren
Posting-Schinder


Beiträge: 615


Hey das beweist nun aber das Sachsen-Anhalt nicht das ärmste BL ist.
Da lag ich aber bisher schon immer unter dem Durchschnitt.


---
mfg
Sören

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Josef Knecht
Pixelschubser


Beiträge: 1


Zunächst noch ein bisschen Statistik aus dem entsprechendem Bundesamt, dann eine kurze Analyse und ein paar Vorschläge für die dringend notwendige Nivillierung der sozioökonomischen Unterschiede:

Die durchschnittlichen Bruttomonatsgehälter von Angestellten in Deutschland sortiert nach Männlein und Weiblein

Währung: EUR
Jahr: 2003
Quelle: www.destatis.de (Homepage des Statistischen Bundesamts)

Immer zuerst der Gesamtschnitt, dann der Verdienst Mann und dann Verdienst Frau:


Deutschland
3 304
3 693
2602

Baden-Württemberg
3 483
3 889
2 677

Bayern
3 470
3 858
2 699

Berlin
3 190
3 600
2 708

Brandenburg
2 530
2 849
2 210

Bremen
3 485
3 858
2 599

Hamburg
3 644
4 043
2 976

Hessen
3 562
3 890
2 936

Mecklenburg-Vorpommern
2 269
2 544
2 008

Niedersachsen
3 138
3 488
2 432

Nordrhein-Westfalen
3 324
3 709
2 609

Rheinland-Pfalz
3 246
3 583
2 585

Saarland
3 070
3 436
2 356

Sachsen
2 490
2 800
2 135

Sachsen-Anhalt
2 487
2 811
2 144

Schleswig-Holstein
3 076
3 425
2 461

Thüringen
2 428
2 743
2 062

Bei den Arbeiterlöhnen muss man je nach Bundeland 500 bis 1 000 € abziehen.

Ich muss mich da auch wundern. Nicht nur, das gar nicht mal so viele Arbeiter, Handwerker, Krankenschwestern, u.s.w. den angeblichen Durchschnittslohn bekommen.
Das sieht bei Angestellten ganz genauso aus! Und bei Beamten ebenfalls.

Auch z.B. eine Richterin am Amtsgericht erreicht innerhalb der ersten Jahre gerade mal ca. 2.400 EUR brutto im Monat - und die hat Abi, studiert, ein Referendariat gemacht und sollte möglichst unbestechlich gehalten werden. Sie ist ausserdem im sogenannten gehobenen Dienst. Das Einkommen ist dagegen kleiner als ein Mittleres.
Was sollen da die Beamten aus dem mittleren Dienst erst sagen?
Dafür gibt es haufenweise Beispiele, hier noch eins: Ein Studienrat an einem Gymnasium, ebenfalls gehobener Dienst. Er erhält A 13. Das sind brutto ebenfalls etwa 2''4' im Monat.


Aber hören wir mit den Beispielen auf. Und suchen Erklärungen für die Statistik:
Natürlich gibt es Leute, die den Schnitt hochreißen. Es sind auch nur wenige. Und die verdienen - sorry, bekommen bzw nehmen sich, ist wohl richtiger- einen Batzen, der sich gewaschen hat.

Manager deutscher Konzerne kommen z.B. auf Jahreszuwendungen von 10.100.000 Euro (Das hat z.B. Ackermann im Jahr 2004 allein von der Deutschen Bank bekommen - und der hat sicher noch mehr bezahlte Posten in Aufsichtsräten u.ä. und außerdem Einkünfte aus Kapitalvermögen.....).
Naja: Bei einer angenommenen 7 Tage Woche, einem 12 Stunden Tag und das ganze 365 Tage im Jahr macht das einen Stundenlohn von EUR 2.305,90. Das bekommt eine Frau in Meck-Pomm oder in Thüringen nicht mal im Monat!!
Dafür bekommt so ein Entscheidungsträger eines Großunternehmens monatlich nach Adam Riese etwa 841 666,-- Euro. Das bekommt ein Druchschnitts-Otto nicht einmal in einem ganzen Jahr! Und von einem 1€-Jobber wollen wir gar nicht erst reden....

Da Ackermann nur ein recht kleiner Fisch, also eigentlich auch ein 1€-Jobber, unter den Großverdienern Deutschlands ist (informiert euch mal, was die Albrecht Brüder oder BMW-Spitzenabsahner bekommen - das kann man gar nicht mehr glauben!!!), wird leicht verständlich, warum es den Deutschen so richtig super geht.

Vielleicht sollte man neben der Einführung von Mindestlöhnen auch gleich Höchstlöhne einführen? Z.B.: Niemand darf über 100mal oder 1000mal mehr bekommen als der geringste Verdiener. ODER: Ein Manager darf nicht über 500mal (pro Stunde) so viel bekommen wie der, der in seinem Betrieb am geringsten bezahlt wird.

Oder man koppelt die Managergehälter auch noch an den Grad der Beschäftigung - und zwar so rum: je mehr Beschäftigte (in Relation zur Produktionsmenge) ein Unternehmen hat, umso höher dürfen die Managergehälter sein. Bei diesem letzten Beispiel gibt es aber viele Probleme die mich selbst nicht überzeugen. Die beiden anderen Vorschläge finde ich aber sogar selbst gut!!

Auch die größe von Privatvermögen könnte nach einer ähnlichen Formel begrenzt werden. Alles was über der ermittelten Grenze liegt, muss entweder verschenkt (auch an Ehefrauen, Kinder,....), gespendet oder dem Staat zur Verfügung gestellt werden.

Da die Finanzmärkte international sind, müsste so eine Begrenzung ebenso international durchsetzt werden.....da sind sie wieder: die Probleme.....

Manche mögen fragen: Wozu sollen die Unterschiede im Besitz ausgeglichen werden? Bist du ein Kommunist? Oder bist du einfach nur neidisch?

Meine Antwort auf derlei unüberlegte Fragerei ist:
Mir liegt am sozialen Frieden in der Umgebung in der ich lebe. Deshalb sollten die angesprochenen Unterschiede zumindest angeglichen, wenn auch nicht komplett ausgeglichen werden.
Passiert das weder freiwillig durch den reichtsten, etwa 6%-großen, Bevölkerungsanteil noch durch die Gesetzgebung, die diesem Bevölkerungsteil recht gefügig ist, wird sich nämlich ein solcher Ausgleich gewitterartig ereignen.
In diesem Zusammenhang wird sogar schon an die Französische Revolution erinnert. Die geschichtlichen Tatsachen sprechen für sich: Auch in der Zeit vor der Franz. Revolution ist der Gegensatz zwischen Spitzenverdienern und Geringverdienern immer krasser geworden.
Die Geldelite heute scheint zu glauben, Geschichte wiederhole sich nicht und der allgemein höhere Lebensstandard (fast keiner muss verhungern oder erfrieren) biete Sicherheit vor Ereignissen wie vor über 200 Jahren. Oder dieser Geldadel bemerkt die Unterschiede gar nicht. Alle, die sie kennen haben ja so viel und spielen Golf, fahren Luxuskarossen, kleiden sich rein und fein, haben persönliche Fitnesstrainer, besitzen ganze Straßenzüge und Stadtteile, usw.

Soviel also auch dazu, ob ich ein Neider oder Kommunist sei: Nein. Ich liebe nur Ruhe, Frieden und eine gerechte Ordnung.

Diese Nachricht wurde geändert von: Josef Knecht
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